#25 Mehr Arsch weniger Hose - wo sind die positiven Nachrichten?

Shownotes

Zukunft braucht Mut! Unsere Feeds sind voll von Krisen und Negativschlagzeilen – doch es gibt sie: die inspirierenden Geschichten, die echten Fortschritt bringen. In dieser Folge unseres Mutmacher-Podcasts „Mehr Arsch, weniger Hose“ haben wir einige von vielen für euch gesammelt wie etwa:

🌳 Mehr Bäume, weniger Verkehr Paris begrünt 500 Straßen und entfernt 10.000 Parkflächen, während Frankfurt bis 2035 plant, 80 % aller Wege ohne Auto nachhaltig zurückzulegen. Städte werden klimaresilient – mit mutigen Köpfen!

🌱 Mehr Pflanzen, weniger Fleisch Die Schweizer Armee setzt auf Fleischersatz aus Biertreber, einem Abfallprodukt aus der Bierproduktion – regional, nachhaltig und innovativ. So geht Kreislaufwirtschaft mit Impact!

🤝 Mehr Gesellschaft, weniger Individualismus Die Diskussion um die Wehrpflicht eröffnet neue Möglichkeiten für gesellschaftliches Engagement in der Breite – warum nicht auch für Best Ager wie uns als Neustart nach dem Berufsleben?

Zukunft passiert nicht – wir machen sie! Lasst uns von neuen Narrativen inspirieren und sie selbst schreiben. Was ist eure mutmachende Geschichte?

Ausserdem geben wir Tipps und Anregungen für alle, die den positiven Blick auf die Zukunft nicht verlieren und mehr Arsch in der Hose für sich selbst zeigen wollen.

Wir freuen wir uns auf Deinen Kommentar, Lob, Kritik und Ideen auf Linkedin oder direkt an: nicola@wies-doch-geht.de

Die neuen Podcastfolgen erscheinen alle 4 Wochen immer Mittwochs.

Unsere Shownotes:

Täglich gute Nachrichten gibt's bei Squirrel

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Nicola: Hallo Markus!

Markus Franz: Hallo Nick!

Nicola: Hallo zu Hause oder unterwegs. Willkommen zurück zu unserem Mutmacher-Podcast Mehr Arsch, weniger Hose. Und heute haben wir uns im Vorfeld unterhalten, Markus, und finden, es gibt eigentlich genügend gute Nachrichten, die Mut machen, aber irgendwie kommen sie zu kurz. Und deswegen dachten wir, wir bringen heute mal unsere guten Nachrichten, die wir so in den letzten Tagen, Wochen gelesen haben, mal hier mit in die Sendung, zu sehen, ob sie gut genug sind. dass man sagen könnte, na ja, so schlecht ist die Welt gar nicht. Und das war jetzt schon wieder sehr negativ formuliert? Nein.

Markus Franz: Ich fand die Welt super, genau. Kann man überdiskutieren, ich zu. Gestern Abend ich noch zu meiner Tochter gesagt, mir geht es echt gut. Und meine Tochter sagte, ja mir auch. Das war doch schön.

Nicola: Das ist super, allem über Generationen hinweg mit den eigenen Kindern stelle ich mir das ganz herzerwärmend vor. Aber das ist ja das Thema, das die meisten sich eigentlich im privaten Umfeld sagen würden, also ist okay bis ist super. Aber wenn man dann so die Nachrichten anmacht oder in die Welt guckt, dann kriegen die meisten entweder Depressionen, Wutanfälle oder die Mischung dazwischen oder ja.

Markus Franz: Ja.

Nicola: Wie ist das? Lehen sich zurück und sagen, lohnt sich eh alles nicht mehr. Dagegen wollen wir natürlich bisschen angehen. habe heute erst meine erste gute Nachricht, die ist von heute Morgen. Die ich erst heute Morgen gelesen. Die Pariser dürfen heute darüber abstimmen, ob weitere 500 Straßen begrünt werden. Was bedeutet, dass 10.000 Parkplätze wegfallen, nur noch eine Fahrspur in der Straße ist, aber dafür wieder mehr Grün in der Stadt ist, mehr Flanierfläche und auch für Gastronomie und Einzelhandel, die sich eher wieder nach draußen bewegen können. Ich finde das eine super Nachricht.

Markus Franz: Ja witzig, du das sagst, weil bei mir poppt sofort im Gedanken auf, das ist jetzt Jahre her, dass ich zum ersten Mal von dieser französischen Bürgermeisterin gelesen habe, Anne Hidalgo. Ich glaube, hat Spanischen Ursprung. Und von der habe ich einen langen Text gelesen, die hat auch ein Buch geschrieben über Stadtentwicklung. Ich habe fast Tränen in den Augen gehabt, vor lauter Glück, weil ich gesehen habe, wie toll Politik sein kann. Jetzt war ich vor kurzem in Paris, wie die die Stadt umgekrempelt hat. Also das Ziel ist eben wirklich, den Bürgern die Stadt zurückzugeben.

Nicola: Mh.

Markus Franz: Dass sie wirklich darin flenieren können, aber auch, dass sie sich die Stadt überhaupt mal leisten können. Deswegen hat sie die Kosten für das Bauland gekoppelt von den Kosten für die Wohnung. Deswegen muss sie jetzt nicht mehr das Land mit dazu kaufen. Reduzieren sich die Preise erheblich. Dann aber das, was du gerade angesprochen hast, eben mit den mehr Grünen und da sind jetzt viel mehr Fahrräder, den je zuvor, dadurch wird die Luft ja auch besser. Leute sind vielleicht bisschen entspannter. Also Wahnsinn.

Nicola: Mhm. Hm. Mmh. Hm.

Markus Franz: Diese Frau übrigens,

Nicola: Hm.

Markus Franz: weil das ja meine Leidenschaft ist, die kann übrigens sehr gut schreiben. Die hat so einen poetischen Stil und das finde ich auch. Ja, weil einfach deswegen, und das fehlt mir so ein bisschen, diese Klasse, wenn jemand irgendwie was können und wenn ich schon schreibe, wenn ich nicht schreiben kann, dann lass ich es halt. schreiben wollen und schreiben können und das dann ausdrücken und damit andere Menschen sehr freuen.

Nicola: Mmh. Okay, dann hat sie dein Herz und dein Verstand Ja.

Markus Franz: Da ist einfach ein Niveau am Start mit dieser Andi Dalgur, das ist absolut faszinierend und das inspiriert mich auch.

Nicola: Ja und vor allem muss man glaube ich auch bedenken, was die Frau sich auch ausgesetzt fühlt mit ihrer anscheinend sehr klaren Richtung, die sie seit Jahren geht. Sie hat ja schon Autos aus der Innenstadt verbannt, hat schon viel Fahrräder mit rein, hat dem individuell motorisierten Verkehr schon einiges genommen und das erzeugt natürlich auch viel. Nicht nur Widerspruch, sondern viel Hass und Hetze und letztendlich abwertende Berichterstattung. Ich finde, das hat man schon auch gemerkt, als zum Beispiel letztes Jahr die Olympiade war in Paris. Also da hatte ich das Gefühl, dass die Frau nicht so gut weggekommen ist in der Berichterstattung. Kann jetzt inhaltliche Gründe haben, die ich nicht kenne, aber wo ich dachte so wow. Ist man schon auf...

Markus Franz: Ich meine, die Frau, seit 2002 ist, glaube ich, ich weiß nicht, ob sie da schon Bürgermeisterin war oder stellvertretende Bürgermeisterin, aber sie ist sehr lange da, sie ist immer wiedergewählt worden. Sie war im Gespräch als Präsidentschaftskandidatin. Keine Ahnung, ob das nicht geklappt hat. Aber jedenfalls, wenn du ins Gespräch kommst als Ursprungspanierin in Frankreich, wow, also diese Frau, viel Feind, viel Ehr kommt auch immer dazu. Also das kann man sich abspielen in der Politik, dass man denkt, alle sind zufrieden, weil nein.

Nicola: Mhm. Der lange schon. Ja, ja. Ja, ja, ja.

Markus Franz: Auch mit deiner Geschichte jetzt hier, wenn man Leuten Parkplätze wegnimmt, sind die, die die Parkplätze in Anspruch nehmen, erst mal sauer. Ist die Frage, ob sie das sein müssten. Aber ist halt immer so. Politik ist halt immer so ein bisschen, da geht es Verteilen und den einen was geben und den anderen was wegnehmen.

Nicola: Auf jeden Fall sehr mutig. glaube, das kann man sagen, egal wie man es inhaltlich bewerten mag von welcher Seite, aber dass da jemand, in der Politik steht, so eine klare Linie verfolgt und ihr anscheinend auch unterstützt wird, sonst könnte sie das seit Jahren nicht umsetzen. Ich kann nur sagen für Düsseldorf, unser Bürgermeister, der sagt viel und macht wenig, das Thema Verkehr aus der Stadt zu bekommen. betrifft. Also das ist so ein anderes Beispiel, wo man sagt, man kann auch viele Dinge aussitzen.

Markus Franz: Ja, das ist eben, ich denke natürlich sofort an Berlin. wollen heute positive Geschichten. Die Grünen haben die Friedrichstraße Die haben sie zum Teil verkehrsberuhigt. Allerdings haben sie sie einfach gesperrt. Da war da sonst nichts. Das war ziemlich hässlich. Das war nur ein Teilstück. Das ist dann in die Hose gegangen. Aber immerhin, sie haben es mal probiert. Hätte man vielleicht bisschen konsequenter machen können.

Nicola: Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.

Markus Franz: Ja, wie auch immer. es geht und ich glaube, wir sind da auch auf einem guten Weg und das bringt wahrscheinlich total viel, die Städte einfach attraktiver zu machen.

Nicola: Okay, die nächste Gute.

Markus Franz: Ach so, ich weiß nicht, Geschichte habe ich wahrscheinlich schon mal erzählt, aber das finde ich super interessant. In Leipzig gibt es die Eisenbahnstraße und die gilt als die gefährlichste Straße Deutschlands. Und ich übernachte da immer im Hotel. ja, das ist das erste Mal da, tatsächlich, du hörst dann irgendwie Gläser klirren und es ist alles ein bisschen bedrohlich. Und da hängen dann auch Schilderschusswaffen verboten zwischen abends und morgens irgendwie, Ahnung.

Nicola: Also kein...

Markus Franz: Oder generell verboten kann auch sein. Aber da ist trotzdem eben so, wenn ich dann irgendwie ans dieser Restaurants gehe, dann eben so dieser syrische Patriarch, der setzt sich dann zu einem an Tisch, obwohl er einen nicht kennt und fragt, ob es geschmeckt hat und so. Alles, was abends so bisschen bedrohlich ist, ist dann tagsüber ganz schön. Aber was jedenfalls total super ist, ist diese Parallelstraße. Und da ist ein...

Nicola: Hmm.

Markus Franz: Großes Gebiet mit Rasen, eben auch mit Skateboard-Bahnen. zwar eine Skateboard-Bahn nicht für, ich sag mal, despektierlich Pussys, sondern wirklich echt für Könner. Und das hat die Stadt wirklich Geld in Hand genommen und wirklich was gemacht, wo man sich auch verletzen kann, was herausfordernd ist. Aber dadurch macht es eben Spaß. Und dadurch kommen dann eben auch Leute wirklich da hin von nah und fern. Und da gibt es Volleyball, und da gibt es Basketball, und da gibt es Fußball und alles mögliche. Und dann gucken die Leute da auch zu. Und da sind dann Hunderte, wenn nicht Tausende von Menschen.

Nicola: Ja.

Markus Franz: Und das direkt neben dieser gefährlichsten Straße Deutschlands angeblich. Und das zeigt, man mit Stadtentwicklung, was man damit eben machen kann. Du musst ein bisschen Geld in die Hand nehmen und du machst die Leute einfach happy. insofern, gute Beispiele muss man nur nachmachen.

Nicola: Ja. Stadtpolitik tut sich doch einiges und auch direkt Kriminalitätsrate wahrscheinlich.

Markus Franz: Ja, da gibt's... Genau, ich fände es besser, wenn du jetzt noch mal was erzählen würdest, damit ich nicht so viel hintereinander rede. Aber ich hab eine Geschichte, die passt dazu. Ja, okay, da ist in... war denn das? In Belgien. Irgend so ein Bürgermeister, Somers, Bart Somers, oder was der? In Mechelen, genau. Und der hatte die Kriminalität, die Straßenkriminalität in seiner Stadt hat 75 Prozent gesenkt.

Nicola: Ja dann erzähl doch meine gute Versicht. Ja. Ich bin vegan.

Markus Franz: Und zwar Jugendliche, die dann aufgefallen sind durch kleinere Delikte, wurden mit den Eltern auf die Wache bestellt. Und da hat man mit den Eltern gemeinsam überlegt, wie können denn diese Kids, wie können die das wieder gut machen? Und dann bekommen die Polizisten an die Seite gestellt und dann müsste ich da vielleicht erst mal melden. Und dann hat der so eine Idee gehabt, dass die spät hieß, so Spätkaufladen, dass die die Gewerbesteuer erlassen kriegen, wenn die das hinkriegen, dass im Umkreis von 100 Metern sie herum, dass da irgendwie Frieden ist.

Nicola: Ja. Ja.

Markus Franz: und so weiter, dass der Ruhe, Sauberkeit und Ordnung irgendwie so herrschen, wie es in Deutschland mal war. Und dann hat er auf dem Friedhof dafür besorgt, für viele muslimische Bevölkerung, dass sie nach Osten begraben werden. Super Zeichen, hilft natürlich auch total, um die Akzeptanz zu stärken. Also insofern, ja, die muslimische Bevölkerung. So und der hat dadurch

Nicola: Okay. Ja. Also, dänische Bevölkerung, die Richtung...

Markus Franz: so eine Gemeinschaft geschaffen und das funktioniert. Wie gesagt, Kriminalität ist runter und das ist ja alles, irgendwie nix groß gekostet hat. Okay, du musst die Polizisten haben, die Zeit haben für die Kids und ihre Eltern und so weiter. Aber das lohnt sich dann eben. Also insofern, Antwort ist nicht immer, jetzt in diesen Tagen wird ja über 100 Milliarden Euro geredet, die Antwort ist nicht immer mehr Geld, sondern die Antwort ist einfach, ja, bisschen Klugsein, Mitmenschlichkeit.

Nicola: Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.

Markus Franz: kreativ sein.

Nicola: Wofür gibt man dieses Geld aus? Mir fällt direkt dazu ein passendes das habe ich noch gar nicht auf meiner Liste. Also meine Liste ist riesenlang. Was ich gut finde oder eine gute Nachricht finde, dass wieder über die Einführung eines Jahres für die Allgemeinheit, für das Gemeinwohl gesprochen wird, es mal neutral zu formulieren. Ob das Werbpflicht ist oder ein soziales Engagement. Ob es nur diejenigen sind, jungen Leute, die nach der Schule das Jahr machen sollen oder auch vielleicht die Alten, bevor sie in die Rente gehen oder wenn sie in die Rente gehen zum Übergang auch noch mal ein Jahr an die Gemeinschaft geben. Ich finde die Idee richtig gut und die Ausgestaltung muss jetzt diskutiert werden.

Markus Franz: Ja, ich finde die Idee auch richtig gut. Sache ist nur die, da kann jetzt jemand Einzels wie wir oder ein kleiner Bürgermeister oder oder eine Bürgermeisterin, kann da eben nichts dran machen. Wir können alle eben unsere Meinung zum Ausdruck bringen. Mich interessieren eben eher so die Geschichten, man nachmachen kann und wo man gutes Beispiel machen kann. Und dazu ist mir diese Frage jetzt wieder zu groß, auch wenn ich das grundsätzlich eben gut finde.

Nicola: Aber wir haben es ja über, was haben wir für gute Nachrichten? Ich finde das eine gute Nachricht. Viele wahrscheinlich nicht oder vielleicht gerade die Jüngeren. Ich führe sie nur trotzdem gerne kurz aus, weil sie was sehr Menschliches hat. Ich mache die Beobachtung gerade auch bei den männlichen Jugendlichen, dass eigentlich die Phase Schulabschluss und was kommt dann? Eine Phase geworden ist, die jetzt GAP hier heißt oder

Markus Franz: Na, das tut's.

Nicola: Chill, ja, und wo ich aber immer mehr das Gefühl bekomme, das ist mehr Ausdruck von der Hilflosigkeit, weil mir nicht geholfen wird, irgendwie herauszufinden, was möchte ich denn in meinem Leben machen. Und ich finde so ein Ja, was schon verplant ist, egal ob jetzt bei einer Wehrpflicht oder früher war es ja Zivildienst oder einem sozialen Engagement, Zum einen komme ich mal mit anderen Welten in Berührung, mit anderen Menschen aus anderen Schichten. Wann tun wir das schon noch? Und das gibt mir so viel Input und Inspiration, vielleicht auch für mein weiteres Leben und vielleicht sogar für meinen beruflichen Werdegang, dass ich das wirklich für die Gemeinschaft, aber auch für den einzelnen jungen Menschen total gut finde. Und wenn wir das als Alter auch nochmal machen müssten, hätte ich auch nichts dagegen.

Markus Franz: Ich musste es ja machen. war ja bei der Bundeswehr. Ich habe die Zeit wirklich gehasst. Aber das klingt natürlich auch mit mir zusammen so rebellischer Gymnasiast im Umfeld, nicht so viele Gymnasiasten waren. habe ich mich sicher oft im Ton vergriffen. Galt wahrscheinlich bisschen als arrogant oder so. Ich habe mir auch viele selbst zuzuschreiben. Aber es stimmt, ich habe nie infrage gestellt, dass ich 15 Monate meines Lebens für den Staat gebe und für die Gesellschaft. Das war nicht mein Thema. Mein Thema war nur, wie schlimm das da alles war.

Nicola: Mh-mh. Hm? Yeah, yeah, yeah.

Markus Franz: Aber die Idee grundsätzlich, ich fand das sogar noch niemals ungerecht, dass die Frauen nicht müssen. Komisch, fand ich gar nicht ungerecht, vielleicht weil es einfach so war.

Nicola: Vielleicht müssen wir oder kürzer oder wir kriegen ja auch die Kinder. Das sind ja auch so Argumente, dass man sagt, okay, die geben mir schon so viel rein. Aber das finde ich, das müssen wir jetzt in der Gesellschaft diskutieren. Aber per se, glaube ich, diese Übergänge, die echt schwierig sind, auch für den Einzelnen, von der Schule, wo alles strukturiert war und vorgegeben, auf einmal soll ich alles selbst entscheiden oder es rennt nah, sozusagen. Erst bin ich total wichtig und dann merke ich, sobald ich das Amt gar nicht mehr habe oder

Markus Franz: Und dann

Nicola: Die Position schert sich kein Mensch mehr mich. Das sind so Übergangsphasen, da könnte das sogar auch für einen selbst sehr hilfreich sein.

Markus Franz: Aber liebe Nicola eine gute Nachricht wird natürlich erst dann, wenn es tatsächlich von der breiten Mehrheit getragen wird. So ist es eben, habe ich eben den Eindruck, es wird auch wieder falsch verkauft, so habe ich den Eindruck, Deutschland befindet sich in einer Notlage, wir müssen sehen, wie wir da rauskommen. Deswegen müssen wir jetzt vor die Bundeswehr, brauchen wir eben so eine Wehrpflicht, wer halt nicht Leute umbringen will, der muss dann eben was anderes machen und es ist eher so eine Pflicht und es geht nicht anders und unseren Laden hier am Laufen zu halten. So und dein Ansatz und meiner ist ja ein anderer.

Nicola: Ja. Ja. Ja. Ja, hast du recht. Okay.

Markus Franz: dass man sich als Teil einer Gemeinschaft empfindet und so was alles. Das müsste man mehr betonen. Das ist der Test, wie unsere Gesellschaft verfasst ist, ob die jungen Leute heute dazu bereit sind. Kann sein, ich kann es nicht richtig beurteilen. Ich frage meine Tochter gleich mal, wenn sie aufgewacht ist.

Nicola: Ja, hast du recht. Aber in der Idee bleibt gut. Ein Junge sieht es wahrscheinlich anders als ein Mädel, weil ein Junge sagt, warum soll ich sterben? Weil früher hieß Bundeswehr ja nicht unbedingt, ich komme in Kriegsgebiet in Einsatz. Das hat sich ja geändert. Insofern geht es mir darum, das nicht nur auf das Thema Bundeswehr und Wertpflicht zu verengen, sondern eben zu sagen, okay, es geht mir in die Breite. Aber egal, kommen wir zum nächsten

Markus Franz: Ja. Das ist jetzt vielleicht völlig verrückt, aber bei so was kann man differenzieren. kannst Leute wahrscheinlich auch sagen, pass auf, machst jetzt dieses eine Jahr oder ein Jahr machst du jetzt Wehrdienst und bist du bereit, notfalls auch im Kriseneinsatz zu gehen, nach egal wo. Oder ist es wirklich einfach nur vielleicht kriegen dann die, die bereit sind, irgendwie das zu machen, kriegen vielleicht mehr Geld oder sonst irgendwas. Also man könnte eben über so Modalitäten, ich finde nur,

Nicola: Mhm. Absolut.

Markus Franz: frei in der Birne sein, alles mal ansprechen und wenn es noch so bescheuert anhört, frei sein, nicht immer einen fertig machen, weil jemand eine angeblich abstruse Idee hat und ganz ergebnisoffen mal diskutieren.

Nicola: Ja. Genau. oder vielleicht gibt es genügend, die sagen, ja, also ich würde mein Land auch an der Waffe verteidigen und vielleicht würde die Menge auch schon reichen, weil es gibt genügend Jobs hinten dran, dass man aus der Ferne oder im Sanitärbereich, wie auch immer. Also ich glaube, genau. Ich bin gefrenziert, drauf zu gucken, aber die Grundidee und dass wir die diskutieren, finde ich gut. Mal gucken, was dabei rauskommt. Markus.

Markus Franz: ganz kurz. Was ist los? Ich dachte, du hast so eine lange Liste. Ich kann jetzt auch weitermachen. Ja, machen wir weitermachen.

Nicola: Was hast du noch Positives? Ich hab eine lange Liste. Soll ich weitermachen? Oh ja. Ich freue mich, ich komme so darauf, weil wir gerade bei der Bundeswehr haben. habe gelesen, die Schweizer Armee, hat flächendeckend Fleischersatz eingeführt aus Bier-Treber. Das heißt, die jungen Soldaten und Soldatinnen bekommen, wenn es nicht mehr Fleisch am Stück ist, irgendwie, weiß was ich, Bolognese oder Burger. nicht mehr Fleisch, sondern Fleischersatz. Und was finde ich daran gut? Ich finde daran gut, dass diese Themen, Fleisch oder nicht Fleisch, weniger Fleisch, schmeckt sich genauso gut, wird dann nur aus einer kleinen Luftblasenbubble-Diskussion rauskommen, wenn es in der Breite auch mal angeboten wird. Und deswegen finde ich so eine Entscheidung vom Schweizer Militär sehr mutig. Bislang sind die Fleischersatzalternativen ja auch noch nicht günstiger als Fleisch. Aber da lernen junge Menschen schon mal, können schon mal probieren, schmeckt das wirklich so viel anders? Ist das überhaupt Verzicht oder merkt man so eine Bollo eigentlich gar nicht an? Und in dem Fall wird sogar noch ein regionaler Bierbrauer unterstützt, der nämlich seinen Treber, den er bislang, was weiß ich, zum Düngen verkauft hat, jetzt wirklich da noch mal als eigenes Produkt in die Nahrungskette verwerten kann. Finde ich super. Für alle Seiten nur Gewinner.

Markus Franz: Ich jetzt, kann ich wahrscheinlich eine Stunde reden, weil ich bin so hin und her gerissen. Ich habe einerseits in mir so drin dieses Bevormunden und so weiter. Das ist bei mir so tief drin durch die letzten Jahre auch.

Nicola: Aber was ist daran jetzt für Vorbundung?

Markus Franz: Ja, kommt eben drauf an, ob, schön, wenn es nur eine Alternative ist, Und klar, dann ist es eben voll okay. Die Sache ist die, ich musste vorhin an VW denken, die dann eben nur die Currywurst aus dem Programm genommen haben, ne. Die haben sich wieder eingeführt. Ich sag ja, weil der Druck so groß war, ne. So, aber wenn das eben in der Schweiz, vielleicht hab ich das nicht richtig mitgekriegt, erzählt das, ich dachte, das wird jetzt nur noch oder irgendwie sowas. Aber wenn es ein Teil des Angebots ist, ist es natürlich super, ne.

Nicola: Die haben es ja wieder eingeführt. Jetzt sie sogar verkauft im Lebensmittelhandel.

Markus Franz: Man muss immer einfach aufpassen, man die Menschen mitnimmt und dass man das auch nicht verteufelt, wenn Leute anders leben. Andererseits finde ich Gesundheit dermaßen wichtig und gesundes Leben und Tierquälerei macht mich dermaßen fertig. Ich bin so wütend über unsere Gesellschaft, wie wir Tiere quälen usw. Deswegen ist es auch eine gute Nachricht. Deswegen sage ich, ich bin bisschen gespalten, wenn ich so was höre. Aber...

Nicola: Deswegen ist das doch eine gute Nachricht, was die Breite reinzukriegen.

Markus Franz: Grundsätzlich finde ich jetzt selber sowas natürlich auch eher gut.

Nicola: Also dasselbe finde ich super. kann ja noch zwei weitere Beispiele geben. in dieselbe Richtung, wenn natürlich so jemanden wie Burger King oder McDonalds Burger einführen, die auf Pflanzen basiert sind. Hat das eine ganz andere Wirkung, als wenn wir zwei darüber diskutieren, wie können wir denn es schaffen, dass die Menschen weniger Fleisch oder keine Ahnung der Amazonas nicht abgeholzt werden muss. Genauso wie ein Aldi-Discounter sagt, sie möchten diese Tierhaltung 1 und 2 gar nicht mehr anbieten in Zukunft, sondern nur noch ab 3, bestenfalls 4 und 5. Was bedeutet auch das Tierwohl hat da ein Thema für diejenigen, die sagen, ich möchte weiter ein Fleisch essen. Bedingt aber, dass es teurer wird, weil das Tierwohl eben etwas kostet, wenn das Tier mehr Fläche bekommt oder besseres Futter und nicht mehr so viel ... nicht mehr so viele Pharmazeutiker, damit sie noch schneller und noch fetter werden in möglichst kurzer Zeit. Das sind so Initiativen, wo ich sage, okay, schau mal, wir müssen das politisch gar nicht mehr reglementieren. Da können wir gleich mal alle Diskussionen fallen lassen. Wenn das große Unternehmen für sich als Wettbewerbsvorteil erkannt haben und sagen, sie können damit eine Schnitte verdienen, dann sage ich, ist doch alles wunderbar.

Markus Franz: Mh.

Nicola: Und dann erkennt jemand, okay, die Körrerwurst aus Pflanze schmeckt vielleicht sogar noch geiler als die, die aus...

Markus Franz: ... Ja, es stimmt aber leider nicht. Es schmeckt ziemlich ekelig. Aber ist egal, ist natürlich meine persönliche Meinung. Aber jetzt wieder so aufs private eben runtergebrochen. Tochter hat jetzt entschieden Veganerin zu sein. Und das macht sie eben wirklich aus Gründen des Tierwurzels. Und das respektiere ich eben, das finde ich auch toll. Insofern ist das auch eine gute Nachricht. Es ist eben nur für den Alltag. ist eben ziemlich lästig, wenn ich dann irgendwas koche. dann ist aber, so geht nicht. Dann hat man morgens nur Toastbrot. Das ist aber Buttertoast. Okay, dann geht es irgendwie nicht.

Nicola: Ja, es kommt darauf an. Well, mhm. Ja.

Markus Franz: Und da frage ich mich, Mensch, auch an meine Tochter, du bist ja nicht laktoseintolerant oder so. Wenn du eben wirklich, wenn das gesundheitliche Folgen für dich hat, aber wenn dann eben mal irgendwie eine Spur von Butter drin ist, muss man dann so absolut sein. Und als andere Leute dann schwer machen dadurch, muss man so totalitär Das ist meine Tochter, das ist nicht totalitär, das ist ein nettes Mensch, ich kenne. Aber trotzdem muss man dann so absolut sein. Und das ist ja immer mein Appell an andere Menschen und so weiter.

Nicola: Ja, aber ist das vielleicht nur ein Anfang?

Markus Franz: Macht, was ihr wollt, aber bitte achtet darauf, dass es im Einklang ist mit den Interessen auch von anderen Menschen und wie andere damit klarkommen.

Nicola: Aber die Jugend darf absolut sein. Die hat das große Privileg, dass sie einfach so leidenschaftlich für ihre eigene Meinung sich einsetzen dürfen, weil das fällt sich noch groß früh genug ab. Aber es ist witzig, mein Patensohn, bei mir gewohnt hat, da musste ich mich auch, Veganer, da musste ich mich echt darauf vorbereiten. Also ich habe quasi jedes Produkt im Supermarkt auch und gerade auch beim Asiaten die Zutatenlisten durchgelesen, weil du ahnst ja nicht, wo trotzdem Krustentiere verarbeitet sind, zum Beispiel beim Asiaten, bei den Soßen und so weiter. Der hat aber den Vorteil, der macht das jetzt aber schon seit ein Jahren. der nimmt es nicht ganz so eng. Also er sagt auch also.

Markus Franz: Darauf will ich hinaus. Das könnte man ja zumindest mal überlegen. Dieses absolute, dieses Strengen, nur mit anderen Leuten streng sein und so weiter. Aber ich habe auch noch was anderes erlebt. Ich sage das eigentlich sehr ungern, weil ich finde es sehr gut, wenn die Leute weniger Fleisch essen, weil das bedeutet, dass weniger Tiere gequält werden.

Nicola: Ja dann sag's halt nicht. Dann sag's halt nicht.

Markus Franz: Ich sag's trotzdem, weil es dazu gehört. Arsch in der Hose heißt der hier. Ich hab jetzt Woche gefastet, basisches Fasten. Das war ja so gut. Das war wahrscheinlich vegan. Also einfach Gemüse und so was. Mir ging's in der Woche schlechter als sonst. Allen anderen, ging's besser. Aber die haben dann, ja, aus welchen Gründen auch immer. Aber erst als ich wieder angefangen hab, normaler zu essen, Fleisch und so weiter, da ich so mein normales Glückslevel wieder.

Nicola: Ja, ja. Mhm. Mhm. Mhm. Ja, ja.

Markus Franz: So, also insofern, ich finde, darf man auch nicht unterschätzen mit diesen tierischen Eiweißen. Ich finde, da sollte man sich zumindest informieren. Und also für mich persönlich stelle ich eben fest, ich brauche offenbar auch mal Fleisch.

Nicola: Oder hast du wenig Hülsenfrüchte gegessen oder halt darauf geachtet entsprechend. Aber ich muss dir aber recht geben, ich beschäftige mich ja wirklich schon seit langem sehr viel mit Ernährung und pflanzenbasiert und naturreine Zutaten, also nicht so viel Fastfood und diese chemischen Keulen da essen. Es ist aber am Ende so, jeder Mensch ist anders.

Markus Franz: Ja, genau, es gibt ja Alternativen Hm.

Nicola: So wie deine Darmflora einen eindeutigen Fingerabdruck hat. Die gibt es nicht zweimal. Und dann gibt es eben Menschen, die brauchen das fleischliche Protein. Das sind aber in Relationen viel weniger. Weil am Ende stimmt es schon. Wir müssen uns gut fühlen. müssen irgendwie für uns ... Wir sind leistungsfähig. Egal ob im privaten oder beruflichen Bereich. Das soll ja Nahrung ausmachen.

Markus Franz: Ja.

Nicola: Dieses Ziel darf man ja bei allen Diskussionen, man muss auch keine Religion draus machen, finde ich schon auch. Aber das ist doch eine super Beobachtung, für sich zu sagen, anscheinend brauche ich das, jetzt könntest du eine zweite Phase machen, sag ok, ich guck mal.

Markus Franz: Genau, darum geht's.

Nicola: ob ich über Hülsenfrüchte zum Beispiel, also pflanzliche Proteine, auf die ich achte, ob ich das ausgleichen kann. Ich kenne aber auch jemanden, der klar gesagt hat, ist in dem Fall auch ein Mann, sagt, ganz ohne Fleisch kann ich nicht. Also ich muss alle zwei Wochen mal ein vernünftiges Stück Fleisch auf dem Teller haben, weil ich ansonsten merke, dass mein Körper einknickt.

Markus Franz: Ja. Genau, das Wichtige ist Toleranz und Vielfalt.

Nicola: Genau. Und Vielfalt. Und Vielfalt. Genau. Die gute Nachricht ist ja, dass der Fleischkonsum seit 2014 schon 10 Kilo pro Kopf pro Jahr abgenommen hat. Also das sind ja so statistische Daten, wo man sagt, es geht eigentlich in eine gute Richtung. Wenn es jetzt noch darum geht, wenn man Fleisch isst, gutes Fleisch zu essen, dann ist es auch...

Markus Franz: Wobei mich diese Zahl nicht so... Ja, kann sein. Das Entscheidende für mich wäre eben, dass weniger Tiere gequält werden. Das wäre die gute Nachricht. Dass Leute weniger Fleisch essen an sich, sein, dass das dazu beiträgt. Aber letztlich, finde ich, sollten wir eher auch wirklich dran denken, so nackte Zahlen, was bringen die schon? Aber dass man sich tatsächlich vor Augen führt und dass man das anstrebt, das ist unseren, wenn hätte ich gesagt, Mitmenschen, Mitwesen.

Nicola: Ja, aber das hängt da ja nicht an. Wir ignorieren, lächeln, Zweck.

Markus Franz: dass es denen eben auch gut geht und dass wir uns auch nicht so die Hände schmutzig machen. Ich frage mich auch, was das auch für unsere Psyche ausmacht, dass wir fortgesetzt Lebewesen quälen und das hinnehmen, kalt lächelnd. Insofern kann, glaube ich, auch nicht so gut sein. Ja, aber wir wissen es ja alle, Also insofern, ist so eine Indianermentalität, finde ich da eigentlich ganz schön.

Nicola: Ich habe

Markus Franz: Aber ich will mal einmal eine andere Geschichte erzählen, die von den großen Fragen wegkommen. haben gerade Bundeswehr, großes freiwilliges Jahr. Ich stand da in Berlin, stand ich am Straßenrand und hab mein Klappfahrrad, wollte ich mein Auto laden. Und dann stand das Klappfahrrad daneben noch irgendwie da oben im Bürgersteig. Kommt ein alter Mann vorbei und spuckt mein Fahrrad an. Ich lache. Er guckt mich an so und denkt... Er hätte so Verbündeten. Und er diese E-Roller da auf den Bürgersteiger, ist Ärger an mich. Ich lache so und sag, das ist ja ein Fahrrad, ein Klappfahrrad. Da er ja egal, trotzdem. Ich sag, auch lachend wieder ist mein Fahrrad. Er guckt mich so verbutsst an, weil ich die ganze Zeit nur gelacht habe und nicht böse war oder so. Ich guckte ihn so ganz entspannt. Und er so, er tappt, sagt er.

Nicola: okay. Ja. Ja. Ja.

Markus Franz: Ich sag, ja, schon okay. Er sagt, ja, das war nett, dann wünsche ich Ihnen noch sehr schönen Tag.

Nicola: Mhm.

Markus Franz: Solche Geschichten zeigen mir auch immer, ich falle irgendwie gut drauf. Es gibt vielleicht auch Tage, wo ich anders reagiert hätte. Aber woandersseits, was bringt das? Sich gegenseitig immer zu empören. Aber die gute Nachricht ist eben, alte Mann, ich konnte das irgendwie, nein, das ist nicht so rechtfertig. Aber wenn man mit den Leuten ins Gespräch kommt, ein bisschen nachsichtig ist, dann ist man auch nett zueinander. Dann findet man fein zusammen und dann geht man nicht.

Nicola: Ja. Okay. und erreicht mehr.

Markus Franz: Man geht nicht grummeln nach Hause und erzählt dann zu Hause, ich habe gerade hier so einen alter Typ, der hat meinen Fahrrad bespuckt, der blöd Mann und Arschloch, Nazi, keine Ahnung was. Es macht alles irgendwie keinen Sinn. kann im Kleinen sich selber was Gutes tun, das ist überhaupt gar nicht schwer, indem man einfach bisschen nachsichtiger mit Menschen ist.

Nicola: Ich glaube auch, dass der Opa, ohne es zu wissen, oder der ältere Mann sicherlich auch für sich so eine kleine Lehre gezogen hat und vielleicht auch sein Weltbild, dass er dann immer auf Wut oder Hass, also so eine Gegenreaktion erzeugt, dass das auch wirklich anders sein kann.

Markus Franz: Na, komm dann!

Nicola: Find ich ein sehr schönes Beispiel. Jetzt hab ich wieder eins, was dir wahrscheinlich... nee, ich nehm ein anderes. Ich hab gelesen, es gibt neu in Lappland, also in Finnland, Dorfhelfer gegen Einsamkeit. Die haben das Problem entdeckt, dass die Einsamkeit wirklich ein gesellschaftliches Thema ist. Jetzt kann man sagen, das ist in Lappland. Wo ich sage, gut, ich komme aus dem Dorf Bayerischen Wald. Da können die älteren Menschen, wenn sie nicht mehr selbst Auto fahren können, sitzen sie da im Dorf und dann gibt es nicht mehr viel, weil öffentliche Verkehrsmittel kannst du da eigentlich einknicken, aber am Schulbus gibt es da nichts mehr. Und wo ich sage, ja, das Thema Einsamkeit zu erkennen und was dagegen zu tun. hat zum Beispiel auch Großbritannien ja vor ein paar Jahren haben wir gemeldet, weiß gar nicht was aus dem Ministerium für oder gegen Einsamkeit, ich weiß gar nicht was korrekter wäre, eingeführt hat. Ich finde Einsamkeit ein Riesenthema in unserer Gesellschaft und finde es gut, wenn Einzelmaßnahmen entweder auf gesellschaftlicher Ebene aber auch auf politischer Ebene dem Sorge getragen wird. wie diesem Dorfhelfer.

Markus Franz: Ja, auch da ist eben, im Grunde kann man jetzt den Bogen zum Anfang zurückspannen, wenn du eine andere Stadtpolitik machst. Wenn du diese verdammten, ich fahr selber Auto, aber wenn du diese verdammten Autos, wenn du die aus der Stadt rauskriegst. Wenn du da, Stadtstraßen, wenn da eben Parkbänke sind und Bull-Bahnen und sowas alles, wo die alten Leute eben auch Bull spielen können und so weiter. Da kommt man dann zusammen, du trittst einfach auf die Straße und bist eben nicht mehr allein. So, wenn die Supermärkte eben nicht draußen irgendwie in großen Hallen sind, sondern mehr Tante-Emma-Läden. Du kommst wieder ins Plausch, wie das früher auch war. Das alles, was man organisieren muss. Das kann man organisieren, genau wie diese französische Bürgermeisterin oder sonst wer. Die Architektur muss eine andere sein. Man kann es mehr mit Innenhöfen gestalten, wo man gemeinsame Grillplätze hat. Insofern lässt sich unheimlich viel tun. Leute gehen tatsächlich, wir hier in Deutschland, wir gehen zu sehr an diesem Problem vorbei. Und schieben die Leute auch ins Heim ab, was ja auch grauenvoll ist. Aber auch da gibt es Lösungen. Die Stadt Nürnberg zum Beispiel hat so ein Projekt. Oder acht ältere Damen haben so ein Projekt ins Leben gerufen. heißt Olga, Oldies leben gemeinsam aktiv. Und statt jeder für sich ins Heim zu gehen, haben die sich zusammengetan und haben gemeinsam ein Haus gemietet. Und die Stadt Nürnberg gibt halt Geld dazu. Das ist eben so. Und die versorgen sich jetzt eben gegenseitig.

Nicola: Nochmal wie? Olga? Ja. Ja.

Markus Franz: Da haben die, glaube noch die Idee gehabt, dass die Kinder Nachhilfe geben und Kinder und Jugendliche helfen denen dann bei Internet und so weiter. Dass da eben auch so ein Austausch ist, wo auch die Stadt irgendwie was dazugebt. Und dafür braucht man eben einfach auch nur irgendwie Bürgermeister, die eben einfach was drauf haben und die wirklich das Leben von Menschen verbessern wollen. das müsste eigentlich immer das sein. Dann hätte ich Prämisse gesagt, ich weiß nicht, aber bei Fremdwörtern auf die Zunge.

Nicola: Mh. Mh. Mh. Mh. Mh. Mh. Mhm. Ja. Ja. Ja.

Markus Franz: Das müssen wir immer mitdenken, dass wir versuchen, das Leben von Menschen besser zu machen. Wenn wir in der Politik sind, privat, wie ich ja gerade gestillt habe, auch. Jeder kann dazu beitragen, das Klima zu verbessern. Das mitmenschliche Klima. Aber wenn du in der Politik bist, solltest du darauf achten, dass du wirklich das Leben für deine Mitmenschen verbesserst.

Nicola: Ja. dass es den Menschen geht und nicht eine Verordnung.

Markus Franz: Ja, genau. Auch für den Bürgermeister in Mechelen, der Bart-Somaster und so. Man kann was tun.

Nicola: Das finde ich auch, das passt. Es gibt auch irgendeine Gemeinde oder Stadt in Deutschland, die haben jetzt das Ziel, dass Pflegeheime und Krippen in Eigen-, also Kinderkrippen oder Kindergärten in ein Gebäude kommen. Denn auch da ist sozusagen der Ansatz, dass man eigentlich das, was früher die Großfamilie mehr Generationen haushaltet.

Markus Franz: Ja, klar.

Nicola: hat, dass man da zumindest durch die räumliche Nähe eine Option schafft, dass die fitten Omas und Opas oder Leihomas und Leihopas sich mit zum Beispiel da in die Kindererziehung oder Betreuung mit einbringen können. Dass das eben verbunden wird und eigentlich beide, alle nur davon profitieren. Das sind schöne Beispiele.

Markus Franz: Genau, bin gerade bisschen abgelenkt. Meine Tochter bewegt sich gerade auf dem Weg zu mir hin. Genau, ist auch egal, ne? Dann buschelt die herum. wir gucken mal. Ein Beispiel ist ja auch dieses, kann ich jetzt kommen, ich das Fremdewort jetzt nicht umher, Community Nursing heißt das. Das ist aus Österreich. Und das heißt, da ist so eine diplomierte Person, die dann in so einer Gegend... Hallo Malina, ich mache gerade Podcasts.

Nicola: Mhm. Wir gucken mal. Ja.

Markus Franz: Dann weiß man, okay, alles klar. ist aber auch egal. Diese Person, das ist eine diplomierte Pflegekraft. Die hat dann eben so ein Büro, ist dann jeden Fall eine Ansprechperson. können Alte und Junge sich an die wenden. Als erste Ansprechperson. Er setzt im Grunde einen Hausarzt. Muss aber eben nicht irgendwie das Medizinstudium absolviert haben. Das ist einfach so, wie nennt man das, niederschwellig irgendwie. Also jeder kann da irgendwie hin. Das bringt wohl auch total viel. Und an deutschen Schulen eben

Nicola: Hm? Hm? Mhm. Mhm.

Markus Franz: Gibt es so was in manchen Schulen in Deutschland hast du auch so eine Frau, Mann, sich mit Gesundheitsthemen auskennen, die einfach einen Pflaster auf eine Wunde setzen können oder so was. Die entscheiden können, ist es jetzt ernst oder nicht, weil in der Schule Rangeleien, verletzen sich Kinder usw. Und in den Schulen, diese Personen sind, sinkt rapide die Zahl der Einweisungen per Notarzt oder irgendwie so was.

Nicola: klar.

Markus Franz: So und die sparen letztlich, sparen eben ganz viel Geld, aber dadurch wie Haushalt in Deutschland organisiert ist, denkt man immer eher so kurzfristig, aber langfristig spart das wahnsinnig viel Geld. Und es aber nur wenige Schulen, die das machen.

Nicola: Und gibt aber auch wieder eine Verantwortung zurück und damit auch eine Selbstbestimmtheit. Also ich kenne dasselbe Beispiel aus dem Pflegeheim bei meiner Mutter. Bevor die falsch entscheiden, entscheiden die immer, dass der alte Mensch ins Krankenhaus muss. Egal was da ist. Und im Krankenhaus war bei meiner Mutter auch Notfall. Da haben gesagt, warum haben die die denn geschickt? Das hätte auch einer vor Ort machen können und so.

Markus Franz: Ja, genau. Hm.

Nicola: Und so ist das nicht nur, also es macht ganz viel mit den Menschen, die dann davon betroffen sind. Aber warum können auch natürlich in dem Fall Pfleger oder in deinem Fall Lehrer nicht mehr entscheiden, Mensch, das ist etwas, das können wir vor Ort auch noch machen? Natürlich klar, weil jeder Angst davor hat, dass die Angehörigen mit dem Rechtsanwalt kommen und du dann eine unendliche Schadensersatzklage. Also das wieder zu durchbrechen und zu sagen, ey, wir sind alles erwachsene Menschen, das ging vor 30 Jahren auch.

Markus Franz: Ja. Ja.

Nicola: dass man sich ohne Anwalt darüber ausgelassen hat, was ist jetzt zu tun.

Markus Franz: Vorteil ist ja auch bei solchen Sachen, es dann irgendwie Vertrauenspersonen dann in den Schulen sind. Mit denen kann man auch mal plauschen. Und was hast du denn? Du siehst heute ein bisschen blass aus. Und das kann so viel eben einfach bringen. Aber auch hier wieder, es gibt so viele Möglichkeiten, das Leben zu verbessern. Das ist schon echt super.

Nicola: Ja genau. Ja. Ja, Da habe ich noch eine gute Nachricht aus. Auch in diese Richtung, dass immer mehr Menschen nach dem Ampel aus, gab es einen unglaublichen Run auf die Parteien. Also die haben sehr viele Parteimitglieder gewonnen. Die einzigen, davon nicht profitiert haben, ist wohl die SPT und die FDP, aber alle anderen. Warum ich das gut finde, dass ich finde, wenn sich Menschen dazu entschließen, nicht nur gegen oder für etwas zu sein, sondern auch versuchen, nächsten Schritt zu machen, nämlich etwas dann auch zu verändern in den Institutionen, die es bei uns jetzt demokratisch gibt und das sind die Parteien ganz weit vorne, finde ich gut. Je mehr sich da engagieren, umso breiter. ist dann auch der Konsens, den man wahrscheinlich über die Gesamtbevölkerung kriegen kann. Finde ich eine gute Nachricht.

Markus Franz: Ja, muss man nur abwarten, wenn die dann erstmal in die Parteien gehen und mit der Wirklichkeit konfrontiert gehen, du gehst nämlich auch nicht in die Partei, weil du es nämlich nicht aushältst. Ja, weil es eben einfach, hier kann man wirklich nur appellieren, weil man darf jetzt auch nicht künstlich irgendwie...

Nicola: Haha! ob die noch in sechs bis zwölf Monaten dabei sind.

Markus Franz: verbremen irgendwie so. Die Realität ist, du gehst in so eine Partei, du willst mitwirken und dann bist du erstmal gefrustet und wirst zum Alkoholiker. Ich übertreibe, Glinde gesagt. Du hältst das ja zum Teil nicht aus. Das sind auch solche Machtspiechen und was weiß ich nicht alles. Man müsste das auch bisschen anders organisieren. Aber grundsätzlich, dass Leute bereit sind, sich zu engagieren, das ist ja erstmal in der Tat wirklich eine ganz gute Sache. Mich interessieren eben einfach auch so Sachen wie, wo eben auch der Staat oder jemand, Knete hat.

Nicola: Ja.

Markus Franz: irgendwie was organisieren kann. ist zum Beispiel in Tübingen, da ist ja sowieso dieser tolle Bürgermeister Boris Palmer, den ich ja glaub zum Bundeskanzler wählen würde, wo mir dann aber irgendwie letztens auch mal irgendeine grüne entgegenschleulerte Rechtspopulist, das finde ich auch interessant, dass man mit einem Wort im Grunde erledigt wird. Aber dieser Bürgermeister, niemand streitet darüber, dass er einen guten Job macht. Leute fühlen sich einfach echt gut da in der Stadt mit dem. So und da in Tübingen war jetzt wahrscheinlich gar nicht seine Aktion. Da gibt es vielleicht doch eine Genossenschaft, die heißt Neustart Sollevo. da gibt es also Wohnraum für 500 Leute und da planen die Stadtwerke dann eine Mensa und da können eben alle Leute hinkommen.

Nicola: Ja.

Markus Franz: Also nicht nur aus dem Quartier, sondern auch andere Leute. Und da ist auch ein Gesundheitszentrum ist dann eben drin und soll für die gesamte Südstadt dann da sein. Und dann gibt es also Besprechungsräume. Co-Working-Space und da können die Leute alle hin. Also insofern, schafft auch hier Gemeinschaft. Irgendeiner muss es eben organisieren, aber irgendjemand muss es eben mitdenken. Und wenn du neues Stadtviertel planst, dann mach es doch so. Also du kannst auch hin, ohne was kaufen zu müssen. Manche setzen

Nicola: Stimmt.

Markus Franz: sich einfach ins Café, einfach Menschen sich herum zu haben, die einsam sind und müssen halt aber ein Cappuccino für 4,80 Das sind alles Wahnsinnspreise. Und da können sie einfach hin.

Nicola: Mhm. Ja, Ja, ja.

Markus Franz: und setzt sich dahin und muss nicht konsumieren. Auch nicht allzu super. Oder du hast eine Werkstatt, wo du dir Werkzeug ausleihen kannst. Da setzt man natürlich voraus, dass Leute das zurückbringen. das ist dann eben auch in einer bestimmten Umgebung eben, dass die Leute dann sehen, okay, das ist doch total nett von denen. Ich kann mir Werkzeug ausleihen, dann bringe ich das mal zurück. Jedenfalls ist den Versuch wert. Ich kenne das aus Amerika auch, sind in Washington zumindest.

Nicola: Hmm.

Markus Franz: Da sind auf den Spielplätzen liegender Förmchen rum und Spielzeug. Vielleicht nimmt da mal jemand was mit, irgendwie habe ich immer gesehen, da lag immer Spielzeug. Da würde ich mich schon sehr schämen, irgendwie was wegzunehmen.

Nicola: Okay. Ja, Das ist natürlich immer so eine Gratwanderung. stimmt schon. Klappt es oder klappt es nicht. Aber wenn man es nicht ausprobiert, dann weiß man es nicht. Da muss man eben auch Mut haben. Vielleicht jetzt zum Schluss zu unseres heutigen Podcasts.

Markus Franz: Kommt's genau.

Nicola: Würdest du mir zustimmen, den Eindruck, ich habe, eigentlich, wenn man gute Nachrichten auch lesen möchte und nicht nur die ganz schlimmen und die einen fast schon jeden Tag verzweifeln lassen, dann ist eigentlich so ein regionales, kommunale Zeitung oder Berichterstattung oftmals ermutigender als die bundesweite oder das Internet im Gesamten, im Digitalen. Findest du das auch oder habe ich das nur? Bei den Kleinen passiert sehr viel, aber das Große ist ja meistens eher.

Markus Franz: Ich bin der Falsche dafür, weil ich eben als Journalist oder Ex-Journalist, ich bin irgendwie zu... Ich gehe zu hart ins Gericht mit den Leuten, die da so arbeiten und schreiben und auch Lokalzeitungen übernehmen zu viel Meldungen aus der großen Politik. dann... Ja, das tut natürlich total gut. Also mein Tipp wäre eher so Leute, guckt euch mal Squirrel News an. Das sind immer nur gute Nachrichten. Und Squirrel wie das Eichhörnchen. S-Q-U-E...

Nicola: Aber jetzt Verhältnis positiv negativ. Nur da. Wir machen die Show.

Markus Franz: E, R, R, R, R, R. So, die sammeln halt gute Nachrichten. Und ich merke das immer wieder, ich, wenn ich mir das angucke, man wird auch nicht überfrachtet. Ich glaube, einmal die Woche kommt so ein Mail und dann kannst du auch so die tollsten Nachrichten des Monats kannst du dir noch mal angucken, wenn du Lust hast. Und danach hast du gute Laune. Weil echt super Nachrichten. Und ich lese ja jeden Tag die Bild-Zeitung. Ich finde das eine wichtige Zeitung. Aber ich gebe natürlich zu, dass ich lache auch viel darüber und Du kriegst natürlich nicht unbedingt gute Laune, weil du liest natürlich ziemlich viele schlechte Nachrichten.

Nicola: Ja, aber nur um das nochmal ganz kurz. Da du es jetzt bringst, ich wollte es nicht bringen. Aber seitdem du mir vor gefühlt 30 Jahren mal gesagt hast, naja, also wenn in der Bild-Zeitung was steht, dann hat es meistens irgendeine gute Basis oder einen ernsten Aufmacher, das war bei mir so politisch gedacht. Also dann ist da wirklich was im Reichen.

Markus Franz: das immer klar zu sagen, die schreiben nicht mehr falsch als andere Zeitungen als die FAZ oder so. es ist absurd das zu denken.

Nicola: Ja, ja. Was ich aber da finde, also das wäre auch noch eine Frage an dich, ich, seitdem bin ich da auch regelmäßig drin und ich muss sagen, inzwischen glaube ich so ein Trick erkannt zu haben, wenn in Deutschland nicht genügend schlechte Nachrichten von dramatischen Angriffen oder wie auch immer Todesfolgen ist. dann holen die das aus kleinen Timbuktu von irgendwo her und erst wenn man drauf geklickt hat, sieht man das hinter Massachusetts in irgendeinem kleinen Kiosk, irgendwie einer seine Frau umgebracht hat. Wo ich sage so, okay, ich kann natürlich permanent suggerieren, es ist alles ganz schlimm, es wird nur noch umgebracht und sei es, dass ich Timbuktu nehmen muss, wo man denkt, so eigentlich interessiert uns doch Deutschland maximal noch Europa, was jetzt, sag ich mal, dem Fall Gewalt tat. Find ich ätzend, echt. Find ich sowas von...

Markus Franz: Genau, gucke ich eben auch selektiv. Ich bin ja nicht online unterwegs und ich gucke immer diese gedruckte Ausgabe. Ja, andere eben schon, aber das ist eben insgesamt das Problem. So funktioniert eben das Internet mit negativen Nachrichten und mehr Klicks und so was alles. Deswegen, bin da ja auch nicht. Ich informiere mich null im Internet. bin auch nicht bei diesen sozialen Medien. Ich null dabei und auch dieses ganze Gehetze und generve. Und dadurch schaffe ich mir eben auch gewissen Seelenfrieden.

Nicola: Aber die Reichweite andere. Das war's heute. Ja, das stimmt. Ja. dir ist die Welt nur in Ordnung.

Markus Franz: dann gucke ich ins Quirrel News und lese die Zeit und da freu ich mich eben über das hohe Niveau. Ja, die Ausgewogenheit und so. Zeit verkörpert eben für mich eben auch Qualität und ich kann mich an Qualität erfreuen. Insofern.

Nicola: Okay, also wer dein Schlüft von deiner Seite, sich von den digitalen Medien eher fernzuhalten.

Markus Franz: Ja, Ja, absolut. Ich verstehe es nicht so richtig. Ja, es kommt uns natürlich aber nicht.

Nicola: Okay, okay. Ich habe einen anderen, manche können es ja nicht oder wollen es auch nicht, können es aber auch nicht, vielleicht nicht beruflich. Da habe ich einen anderen Tipp, einen ganz banalen, den habe ich von meiner Mutter übernommen. Also bevor ich total depressiv werde oder denke, in der Welt ist wieder alles so schlimm oder bei mir persönlich auch, singen und summen. Also sobald man zu singen beginnt oder Summen reicht, ich hab's für mich überprüft, weil ich sehr oft summe, das Hirn kann dann schlechte negative Gefühle nicht mehr verarbeiten. Also das kann man einfach mal für sich selbst testen. Also sobald man singen beginnt, kann man parallel dazu nicht sagen, der Markus, der ist aber scheiße und das finde ich blöd und dem muss ich nochmal eins auswischen. Das kann das hier nicht und damit bereinigt man automatisch, ich nutze so als Reset und versuche da wieder für mich so ein Punkt Null zu finden, wenn ich merke, es geht zu weit nach unten.

Markus Franz: Ich habe ein Repertoire von 70, 80 Liedern und wenn ich durch den Wald gehe oder am Strand lang oder so, dann singe ich eben auch viel. Naja, das ist so. Also wirklich eine Stunde. Ich kann zwei Stunden, glaube ich, singen, aber meistens mache ich das eine Stunde. Wenn ich so durch den Wald gehe, dann halt so auf verschlungenen Faden, weil mir Leute nicht unbedingt begegnen, weil meine Stimme ist auch nicht immer so doll. Ja, und wenn mir Leute dann begegnen und ich zu laut und falsch gesungen habe, dann schlage ich die auch in die Büsche, damit die mich nicht sehen. Aber es tut natürlich total gut, also kann ich nur bestätigen.

Nicola: Was? Was ist das? Ja? Ja, okay. Also. Ja.

Markus Franz: kann immer nur sagen, Leute findet irgendwas, was euch Spaß macht, was euch runterbringt. Das Gesingen hat ja auch, weiß man ja, ja gesundheitsförderndliche Aspekte und massiert ja irgendwie auch den Bauchraum und keine Ahnung was. Das heißt, Stimmungsaufhällen.

Nicola: Ja,

Markus Franz: Ach so, singen. Nee. Nee. Genau, Pippi Langstrumpf.

Nicola: Genau, damit wir alle direkt schon mal gut eingenornet sind, egal welches Thema es nächstes Mal gibt. Für heute auf jeden Fall herzlichen Dank, Markus. Viel Spaß gemacht und ja, also man muss mehr über die guten Dinge sprechen, dann geht man irgendwie auch anders durch den restlichen Tag. Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank.

Markus Franz: Ja, ich denke, dem. Good luck! Alles Gute! Ciao!

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